Maik Hester und Peter Sturm im Borusseum Dortmund (Bild: Jimmy Hartwig Scholz)

Am Tag der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau, dem 27. Januar, lud das BORUSSEUM bereits zum siebten Mal in Folge Interessierte ein, um der Opfer des Nationalsozialismus im Rahmen eines Vortrags über die Verfolgung Homosexueller am Beispiel Dortmunds und des Ruhrgebiets zu gedenken.

BVB-Schatzmeister Dr. Reinhold Lunow begrüßte die zahlreichen Gäste, darunter den Präsidenten von Borussia Dortmund, Dr. Reinhard Rauball, Mitglieder des Ältestenrats und viele weitere Mitglieder der BVB-Familie. Zudem hieß er die Akteure des Abends, Referent Dr. Frank Ahland sowie die Musiker Dr. Maik Hester und Peter Sturm, herzlich im Borussia Dortmund-Museum willkommen.

Dr. Lunow wies darauf hin, dass Widerstand geleistet werden müsse, wo Hass aufkommt. Dies sei in aktuellen Zeiten wichtiger denn je. Zudem betonte er, dass Achtung, Toleranz, Vielfalt und Demokratie Bestandteil der Satzung des BVB sei und sich alle Mitglieder dieser Satzung verpflichtet hätten. Im Anschluss führte Dr. Ahland in das Thema des Abends, der Verfolgung Homosexueller in der NS-Zeit, ein. Auch er betonte die Wichtigkeit der Erinnerungskultur, da gerade in diesen Zeiten überall in der Welt Ressentiments gegen Minderheiten auf der ganzen Welt steigen.

Die musikalische Begleitung durch Dr. Maik Hester und Peter Sturm stellte das perfekte Pendant zum Vortrag dar und packte die Zuschauer ebenfalls auf emotionaler Ebene. Die Lieder mit yiddischen Texten, die in Ghettos und Konzentrationslagern entstanden sind, waren ergreifend und wurden von den beiden Musikern toll präsentiert. Bemerkenswert an den Musikstücken ist, dass sie trotz oder gerade wegen ihrer Entstehungszeit den Hörern die Möglichkeit gab, für den Moment von den nahe gebrachten Sorgen im KZ oder Ghetto abzulenken.

Zum Ende der Veranstaltung wurde den Opfern des Nationalsozialismus mit einer Schweigeminute gedacht.

Es musizieren:
Musik: Maik Hester, Konzertakkordeon
Peter Sturm, Gesang, Gitarre

Den vollständigen und bebilderten Nachbericht finden Sie auf den Internetseiten des BORUSSEUM oder hier als Anhang.

Anhänge:
Diese Datei herunterladen (Tag gegen das Vergessen – Nachbericht | bvb.de.pdf)Nachbericht zur Veranstaltung am 27.01.2017[PDF-Datei zum Herunterladen]2114 kB